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Stockach benennt Straße nach Firmengründer Gerhard Haas

Der Firmengründer Gerhard Haas ist nach Ehrenbürger Franz Ziwey der zweite Stockacher, nach dem eine Straße benannt wurde. Zur Einweihung der Straße hatten sich die drei Söhne Dieter, Florentin und Arnold Haas, ihre Familien, die 94-jährige Frau des Unternehmers sowie offizielle Vertreter der Stadt und interessierte Bürger im neuen Baugebiet Unterer Lichtberg eingefunden.

Bürgermeister Rainer Stolz sagte, normalerweise würden neue Straßen nach dem Flurstück benannt, durch das sie führten. „In Winterspüren war sehr schnell klar, dass man eine Person ehren möchte, die sonst kein Aufhebens von sich gemacht, sondern einfach geschafft hat.“ Es sei eindeutig und völlig unbestritten, dass Gerhard Haas für diesen Ort eine herausragende Persönlichkeit gewesen sei. Darum hätten die Ortschaftsräte dem Gemeinderat in Stockach den Rat gegeben, die neue Straße nach ihm zu benennen. Ortsvorsteher Olaf Patzke betonte, es sei keine Frage gewesen, wie die neue Straße heißen sollte. „Wir würdigen damit auch, dass die Firma hier 50 Arbeitsplätze erhält. Das sind für das Tal doch jede Menge.“

Gerhard Haas gründete sein Unternehmen 1952. Ab 1970 verlagerte er die Bürstenproduktion aus Königsfeld im Schwarzwald nach Winterspüren. Bald kam es zu räumlichen Engpässen, so dass Haas in Stockach sein Unternehmen kontinuierlich erweiterte. Heute umfasst die Betriebsgröße der Gerhard Haas KG über 30 000 Quadratmeter Produktions- und Lagerfläche mit modernster Infrastruktur. Aber noch immer werden auch in Winterspüren Holzbürsten angefertigt. Die 50 Mitarbeiter arbeiten dort, wo früher ein Sägewerk, ein Hof und eine Mühle standen.

Dieter Haas dankte für die große Ehre. Der Vater würde sich freuen, weil sein Einsatz wirklich sinnvoll gewesen sei und auch im Nachhinein anerkannt werde. Gerhard Haas war im Oktober 2008 verstorben. Dieter Haas und seine beiden Brüder führen das Unternehmen seit den 1990er Jahren.

Die Gerhard-Haas-Straße verläuft durch das Baugebiet Unterer Lichtberg, das in der Ortsmitte von Winterspüren in unmittelbarer Nähe von Rathaus, Kirche und Kindergarten liegt. Neun Bauplätze werden verkauft, vier davon seien schon vergeben, berichtete Ortsvorsteher Olaf Patzke. Für den ersten habe es neun Bewerbungen gegeben, für die nächsten drei Bauplätze hätten sich zwölf Bewerber interessiert. Die Bauplätze sind mit 400 bis 600 Quadratmetern kleiner als die bereits bebauten oberhalb des neuen Gebietes. Gebaut werden hier Einfamilienhäuser von jungen Familien, die bereits in Winterspüren leben oder von außerhalb zuziehen wollen. Die geplante Überbauung ist eine Verdichtung nach innen. Die angestrebte bauliche Dichte ist an die vorhandene Baustruktur angelehnt.

Das Gebiet ist von der Claffenstraße und der Linzgaustraße aus durchgehend erschlossen. Olaf Patzke rechnete mit einem Baubeginn im Frühjahr 2017. Auf die Frage, was Winterspüren besonders attraktiv mache, antwortete er: „Wir haben hier eine Schule und einen Kindergarten, dazu die schöne Lage und eine ebene Strecke nach Stockach.“

Original-Artikel: http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/Stockach-benennt-Strasse-nach-Firmengruender-Gerhard-Haas;art372461,8987411

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